Sozialpreis - Kolping DV Speyer

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Soziales Engagement – die Mitte des Kolpingwerkes
Diözesanverband Speyer lobt einen „Sozialpreis" aus
„Der Dienst an Welt und Mensch ist die Mitte des Kolpingwerkes", davon ist Andreas W. Stellmann, Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes im Bistum Speyer, überzeugt. Der Diakon mit Zivilberuf, der in seiner Gemeinde im Nebenamt den diakonischen und seelsorglichen Dienst vollzieht, steht mit dieser Auffassung nicht allein. Mit dem Diözesanvorstand hat er die Auslobung eines Sozialpreises für die Kolpingsfamilien im Bistum Speyer beschlossen. Die Idee dafür geht auf Klaus Butz zurück, den ehemaligen Diözesanvorsitzenden, der bereits 2011 entsprechende Überlegungen in die verbandliche Diskussion eingebracht hat.
Dieser Preis soll erstmals zum Ende des Kolpingjahres 2013 verliehen werden. „Wir stehen damit in der Spur des Seligen Adolph Kolping, für den der Dienst am Menschen gelebtes Evangelium war", sagt Stellmann, für den Kolping auch persönlich ein Vorbild für sein eigenes Leben, für seinen beruflichen Dienst und sein kirchliches Engagement ist. Bewusst werde der Preis erstmals in zeitlicher Nähe zum 200. Geburtstag Adolph Kolpings verliehen. Man wolle damit den geistigen und spirituellen Urgrund deutlich machen, in dem die Auszeichnung steht.
Warum ein solcher Preis? – „Er soll nach innen und außen wirken", sagt Matthias Donauer, verantwortlich im Vorstand für den Aufgabenbereich Gesellschaft und Politik. Eine Umfrage unter den Kolpingsfamilien habe ein großes und sehr vielfältiges soziales Engagement der Kolpingsfamilien erbracht. Das aktive Tun zeichne dabei die Kolpinger aus:
Es gibt alle Formen von Spendenaktionen für bedürftige Menschen hier bei uns oder für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa. Arbeitseinsätze zur Renovierung einer Schule in Weißrussland oder zum Bau eines Sozial- und Bildungszentrums in Brasilien sind Teil eines weltweiten Dienstes für eine menschliche Welt. Kolpingfrauen nähen Kissen in Herzform für Frauen nach Brustkrebs-Operationen, Kolpingmänner führen Altkleidersammlungen durch, deren Erlös für Eine-Welt-Projekte oder für soziale Dienste bei uns Verwendung finden. Die Aktion „Kupfer für die Kuh" sammelt Kleingeld, um in Indien den Kauf von Kühen zu ermöglichen, die Familien das Überleben sichern. Eine Kolpingfamilie organisiert Musikunterricht in ihrer Gemeinde für Kinder, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Kolpingmitglieder helfen jeden Sonntag in einer Klinik Gehbehinderten beim Gang zum Gottesdienst. Eine Kolpingsfamilie hilft mit ihrem „Sozialen Projekt" bedürftigen Menschen, besonders alten, armen und kranken Menschen mit Unterstützung im täglichen Leben, beim Einkauf, bei Behördengängen, bei der Beschaffung dringend notwendiger Güter, sie kümmert sich um Familien, Alleinerziehende und Jobsucher.
„Wir können stolz sein auf das, was die Kolpingsfamilien für die Menschen, für diese Gesellschaft, auch für die Eine Welt leisten", sagt Donauer, ein 49-jähriger Westpfälzer, der seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig ist. In der Öffentlichkeit sei dies aber nur wenig bis gar nicht bekannt. „Der Preis soll dieses große Engagement im gesellschaftlichen und kirchlichen Raum sichtbar machen." Gerade in der Diskussion um Bedeutung und Stellenwert der katholischen Verbände sei es wichtig zu zeigen, was diese im sozialen Bereich leisteten. „Diese Dienst ist unverzichtbar für eine humane Gesellschaft! Und er ist Verkündigung des Glaubens mit der Hand!", betont Diakon Stellmann.
Nach innen soll der Preis die Kolpingsfamilien zum weiteren Engagement motivieren. „In diesem Dienst verwirklicht die Kolpingsfamilien den Kern der Kolpingidee!", sagt der Diözesanvorsitzende. Und eine Kolpingsfamilie, die sich für Menschen einsetzt, werde auch für die Menschen attraktiv. Soziales Engagement setze Menschen in Bewegung und führe Menschen zusammen. Eine solche Kolpingsfamilie sei ein Segen für ihre Gemeinde und finde auch zu sich selbst.
„Kolpingsfamilien mit sozialem Anspruch sind Kolpingsfamilien mit Zukunftsperpektive!"
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Matthias Donauer hat zwischenzeitlich Kriterien zur Beurteilung von sozialen Projekten der Kolpingsfamilien erarbeitet. Kriterien werden u.a. sein: Der Grad des sozialen Engagements: Wie nah bin ich dem Nächsten? Das Maß der mit dem Engagement verbundenen Aktivität. Das Maß des gemeinschaftlichen Engagements, der Grad der Nachhaltigkeit. Das Maß der „Wertschöpfung", das mit dem Einsatz verbunden ist (materieller und zeitlicher Einsatz, Erlös). Und auch der Grad der Außenwirkung soll Kriterium sein: Was hat die Kolpingsfamilie für die öffentliche Darstellung ihrer Aktion getan?
Eine Jury soll die eingereichten sozialen Projekte beurteilen und über die Vergabe entscheiden. „Über ein prominentes Mitglied in der Jury wird nachgedacht; es könnte dem Preis in der Öffentlichkeit erste Wahrnehmung und Bedeutung verleihen."


Preisträger 2015 - KF Oggersheim
Die Jury entschied sich einvernehmlich für die Kolpingsfamilie Oggersheim: Der Preis, ein Fahnenband, wurde ihr für ihren „Bringdienst für Kranke“ in der BG Unfallklinik Ludwigshafen verliehen. Seit mehr als 20 Jahren bringen jeden Sonn- und Feiertag vier bis fünf Kolpingschwestern und –brüder Kranke, die als Patienten stationär in der Unfallklinik sind, zur Heiligen Messe, zum evangelischen Gottesdienst oder zur Wort-Gottesfeier in die Kapelle der BG Unfallklinik. 18 „Bettenschieber“, wie sie sich selber nennen, teilen sich den Dienst, der zuverlässig, auch im Urlaub, an Ostern und Heiligabend, durchgeführt wird. Die Patienten werden in ihren Zimmern auf Station abgeholt und in die Kapelle der Unfallklinik begleitet. Auch wenn die Patienten im Bett liegen und am Gottesdienst teilnehmen wollen, werden sie von der Station geholt und nachher wieder zurück gebracht. Das ist in der Regel bei Patienten der Station für Verbrennungen und der Station für Querschnittsverletzte der Fall. „Wenn wir die Patienten in ihren Zimmern abholen“, sagte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Oggersheim, Horst Stauder, „begegnen wir ihnen unmittelbar und in einer für sie sehr persönlichen – sogar intimen – Situation. Wir erleben sie im wahrsten Sinne des Wortes verletzt. Der behutsame Umgang, das eigene Zurücknehmen ist hier besonders wichtig.“ Und da gibt es immer Gespräche mit den Kranken. „Wir schenken ihnen unsere Zeit.“ Das ist Seelsorge pur! Der Bringdienst entstand auf Initiative des Diözesanehrenvorsitzenden Rolf Schäfer und seiner Frau Elisabeth.

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Preisträger 2013 - KF Kaiserslautern-Zentral und KF Hochspeyer
Der Preis ging im Jahr 2013 an die Kolpingsfamilien Kaiserlautern-Zentral für ihre „Aktion Bruderhilfe“ und an die Kolpingsfamilie Hochspeyer für ihre „Aktion Brasilien“. Beide engagieren sich schon seit mehreren Jahrzehnten für Menschen in Ostereuropa, in Asien, Afrika und Brasilien, aber auch in der Region. Dabei blieb es nie beim Sammeln und Erwirtschaften von Spenden, immer wurde der direkte Weg zu den Menschen gesucht, es wurde tatkräftig geholfen – und Hand angelegt, wie es sich für Handwerker im Kolpingwerk gehört: Die Hochspeyerer bauten gemeinsam mit anderen eine Bildungs- und Sozialzentrum in Esperantina / Tocantins (Nordbrasilien), die Lauterer renovierten von Grund auf eine Schule in Polessje / Weißrussland. Die Aktivitäten sind vielfältig. Viel Kreativität wird dabei entfaltet und das hilft nicht nur den bedürftigen Menschen, sondern auch der Gemeinschaft der Kolpingsfamilie.

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